Dortmunder Dialog 75

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„Entwicklung der Stadt Dortmund zur Smart City“ war die Beschlussvorlage vom April 2017 im Rat der Stadt lapidar überschrieben. Zeit nachzufragen, was daraus geworden ist. Und wie es weitergeht. Und was der Dortmunder Dialog damit zu tun haben kann.
In der Begründung der Beschlussvorlage heißt es: „Der Rat der Stadt Dortmund hat die Maßnahme ‚Entwicklung der Stadt Dortmund zur Smart City‘ … als Leitprojekt der zukunftsfähigen Stadtentwicklung benannt. Gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen Projekte zur intelligenten und vernetzten Stadtentwicklung initiiert und umgesetzt werden, die die Stadt zum Innovationslabor für neue Konzepte und Projekte machen und insbesondere den Norden Dortmunds zum „Schaufenster Smart City“ für die Gesamtstadt und für die Region werden lassen.“
In der Anlage zur Beschlussvorlage heißt es: ‚Smart City Dortmund‘ „ist eine Stadtentwicklungsstrategie, die unter Einbindung intelligenter und digital-vernetzender Technologien den zukunftsfähigen Umbau der Stadt und ihrer kommunalen Infrastrukturen fördert. Die „Smart City Dortmund“ kann über die Integration digital vernetzter Systeme beispielsweise in den Bereichen Energie, Verkehr, Logistik und Sicherheit die wirtschaftliche Entwicklungs- und Leistungsfähigkeit der Stadt und die Lebensqualität der Menschen verbessern. Die „Smart City Dortmund“ bündelt, stärkt und vernetzt vorhandene unternehmerische und wissenschaftliche Ressourcen, trägt Sorge für die Partizipation der Zivilgesellschaft und erprobt die smarte Nutzung von innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien. Die Smart City zeigt zudem auf, wie eine intelligent vernetzte Stadtentwicklung hin zu mehr Energieeffizienz und weniger Emissionen möglich wird und wie diese Entwicklungen für die Menschen nutzbar gemacht werden können, die jetzt und in Zukunft mit den sich verändernden Rahmenbedingungen leben müssen.“
Die Stadt zeigt Mut. Sie formuliert damit den Anspruch, die Entwicklung der Digitalisierung nicht den (Internet-) Konzernen zu überlassen, sondern ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse als Stadt und Gesellschaft in den Vordergrund zu stellen – unter aktiver Beteiligung der Stadtgesellschaft.
Als einzige Stadt mit einem solchen Programm sieht die Dortmunder Strategie neben den üblichen Schwerpunkten wie Mobilität, Sicherheit, Energie, Infrastruktur (Hafen/Flughafen) und Verwaltung/Bürgerservices auch ein ExpertenTeam zum Schwerpunkt „Mensch und Demographischer Wandel“ und ein weiteres vor, das sich dem interkommunalen Austausch widmet.
Die GFS wird ihren selbstformulierten Auftrag der „Förderung des Strukturwandels in der Arbeitsgesellschaft“ in Zukunft ebenso konstruktiv und kritisch wie bisher mit dieser Strategie der Stadt als „Innovationslabor für neue Konzepte und Projekte“ verknüpfen. Wie die „Allianz Smart City Dortmund“ wird die GFS als zivilgesellschaftliche Plattform die Stadt dabei durch den Dortmunder Dialog unterstützen.