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Beschäftigungsinitiativen im Strukturwandel

Beschäftigung für Arbeitslose zu initiieren und sie gleichzeitig zu qualifizieren, war nicht vorgesehen. Als 1985 das Entwicklungszentrum Dortmund (EWZ) gegründet wurde, sollte (und konnte) es nachweisen, dass beides zusammen größeren Arbeitsmarkterfolg verspricht als die Trennung beider Ziele.

Dies geschah mit Unterstützung des DGB-Bundesvorstandes, des Dortmunder Arbeitsamts und der Stadt Dortmund. Danach wurden die bundesweiten Richtlinien der Bundesanstalt für Arbeit (so hieß das damals noch) entsprechend geändert. Aus dem Entwicklungszentrum entstand der UNION-Gewerbehof Huckarder Straße. Das EWZ selbst zog später an den Evinger Platz, wurde eine gGmbH und konzentrierte sich auf Qualifizierung und Integration. Es gehörte zudem zu den Mitbegründern des ISB, der Interessengemeinschaft sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen, der wichtigsten Interessenvertretung des sog. "dritten Sektors" in Dortmund.

Der Dortmunder Dialog Preis wird einer Einrichtung verliehen, die in Dortmund Wegbereiter war für den großen Beitrag, den die Beschäftigungs- und Qualifizierungsinitiativen zur Bewältigung des Strukturwandels geleistet haben. Sie haben entscheidend daran mitgewirkt, dass tausende Verlierer des Strukturwandels nicht zu Opfern des Strukturbruchs in ihrem Leben wurden, der mit Langzeitarbeitslosigkeit verbunden ist. Dabei haben sich die Initiativen immer wieder selbst neu erfinden müssen, um sich den Wandlungen des Arbeitsmarkts und den Veränderungen ihrer Klientel zu stellen.

Das wäre nicht möglich gewesen ohne den tragenden Konsens, der den Strukturwandel in Dortmund prägt. Dafür stehen nicht nur der DGB und die Agentur für Arbeit sowie die Stadt mit einer relativ integrierten Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung, sondern auch die überwiegende Gelassenheit, mit der die Kammern das emsige Treiben der Initiativen begleitet haben.




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