Dortmunder Dialog 55

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Wozu brauchen wir Kreativwirtschaft?

Kreativwirtschaft wird neuerdings als eine Art Zauberwort für regionale Entwicklung gebraucht. Was hat es damit auf sich?

Dahinter steckt die einfache Idee, dass Unternehmen heute in erster Linie nach kreativen Menschen Ausschau halten und dahin gehen, wo sie diese Menschen finden. Das sei am ehesten dort der Fall, wo sich wissensintensive Wirtschaft balle, sagt Richard Florida, der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler. Er hat sogar einen Index für solche ‚Kreativ-Cluster‘ gebildet, der sich aus den Teilindikatoren Technologie, Talent und Toleranz zusammensetzt.

Nach Floridas Theorie besteht die „kreative Klasse“ aus den „supercreative cores“, z.B. Menschen , die in Wissenschaft, Kunst, Lehre, Design oder auch als Unternehmer/innen aktiv sind, und den „creative professionals“, deren Arbeit eigenständiges Denken und kreative Problemlösungen erfordert, z.B. Anwälte, Manager, Facharbeiter, Ärzte (Männer wie Frauen).

Toleranz steht dabei für die Offenheit einer Gesellschaft oder Region, durch welche ein großes Spektrum an verschiedenen Persönlichkeiten angezogen wird, was zu einem hohen Austausch an neuen Ideen führt. Regionen, in denen diese drei Aspekte stark vertreten sind, sind weltoffene, bildungsstarke und mit zukunftsträchtigen Wirtschaftsbranchen ausgestattete Regionen. Kunst und Kultur sind dabei Attraktivpunkte, die bei Standortentscheidungen von Unternehmen und Individuen eine wichtige Rolle spielen.

Was heißt das für die Metropole Ruhr? Was für Dortmund? Wie können kreative Anwendungen der TTT-Formel für Dortmund aussehen? Darüber diskutieren Referenten, Podium und Publikum.