Dortmunder Dialog 54

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Innovation – Muss es immer Hightech sein

Spitze ist, was Hightech ist. Und wer will nicht Spitze sein? Das ist die Förderphilosophie vieler öffentlicher Programme. Nach diesem Motto titeln die Medien gerne.

Dabei wird jedoch wissentlich ein widersprüchlicher Sachverhalt ausgeblendet. Denn gleichzeitig wird allenthalben mit Recht festgestellt, kleine und mittlere Unternehmen seien das Rückgrat unserer Wirtschaft. KMU betreiben Innovation jedoch meist als kontinuierliche Verbesserung ihrer Produkte und Prozesse, in der Regel ohne große Forschungs- und Entwicklungsbudgets, gestützt auf die Kompetenz und Kreativität ihrer Ingenieure und Fachkräfte und nicht selten im Verbund mit Kunden und Zulieferern. Am Beispiel: Eine Küche von heute hat allenfalls noch dem Aussehen nach etwas mit einer Küche von vor 30 Jahren zu tun. Ansonsten ist alles anders: die Oberflächen, das Korpusmaterial, die Verbindungstechnik, die Beschläge, die Produktionstechnik.

KMU betreiben eher eine Politik der kleinen Schritte. Und selbst dann, wenn sie etwas völlig Neues entwickelt haben, fehlen ihnen meist die Ressourcen, um aus einem Prototyp ein Produkt und aus einem Produkt einen Markterfolg zu machen, mit dem man Geld verdienen kann. Da sind dann meist große Unternehmen gefragt.

Gleichzeitig wird immer noch mit Selbstverständlichkeit davon ausgegangen, dass IuK-Technologien per se Hightech seien. Dabei dominiert auch hier längst das peu à peu den betrieblichen Alltag.

Wie Hightech fördern, ohne „Lowtech“ links liegen zu lassen? Wie Innovationsstärken von KMU diesseits von Hightech stärken? Wie ihre Schwächen schwächen? Fragen, denen der Dortmunder Dialog 54 u.a. nachgeht. Gehen Sie mit. Kommen Sie hin.