Dortmunder Dialog 52

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Was ist gute Arbeit?

Dieser Frage geht seit einigen Jahren eine wachsende Zahl von Initiativen nach. Zunächst war es INQA, das Programm des Bundesarbeitsministers, seit einigen Jahren sucht der Mittelstand nach dem TOP-Arbeitgeber, nun ist es der DGB-Index Gute Arbeit.

Sie alle werden getrieben von der Sorge um die Qualität der Arbeit in Deutschland. Auch die EUKommission, die die Wettbewerbsfähigkeit eines wissensgesellschaftlichen Europa in den Mittelpunkt ihrer Lissabon-Strategie gestellt hat, sorgt sich zunehmend um die Qualität der Arbeit und Arbeitskräfte. Allmählich scheint es ihnen allen zu dämmern. EURopa und erst recht der Exportweltmeister Deutschland können es sich nicht leisten, mit Billiglohnländern zu konkurrieren. Ihre Wettbewerbsfähigkeit hängt von guten Wissenschaftlern, einfallsreichen Ingenieuren und qualifizierten Arbeitnehmern ab. Und sie alle wollen für gute Arbeit gutes Geld und gute Arbeitsbedingungen. Alles das ist in Deutschland nicht mehr selbstverständlich. Den deutschen Unternehmen laufen die besten Studenten über die Grenzen davon. Unsere Top-Wissenschaftler zieht es ins Ausland. Und erst in jüngster Zeit ist die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen wieder leicht gestiegen. Aber noch immer wollen weniger als 30 Prozent der Betriebe ausbilden. Und die Löhne sind in den letzten Jahren systematisch gekappt oder von der Inflation aufgefressen worden. Nur die Managementgehälter sind scheinbar unaufhaltsam gestiegen. Das alles bei schon jetzt spürbarem und zunehmendem Facharbeitermangel.

Zeit also zu zeigen, dass Lernen sich lohnt und gute Arbeit sich lohnen muss. Für alle.

Qualitätsarbeit braucht Arbeitsqualität